Wenn der Postmann dreimal klingelt … Jo, in diesem Fall erreichte mich die Demo-Scheibe der Husumer Metal Band STEEL CRUSHER. Den Nordlichtern unter uns sind STEEL CRUSHER von diversen Live-Auftritten natürlich ein Begriff. Nun aber endlich, der Corona-Zeit trotzend, nutzte die Band die stille Zeit ohne Auftritte und ging ins Studio, um ihr Demo-Album METAL POSSESSED aufzunehmen und zu veröffentlichen. Bevor wir jedoch näher auf den Silberling eingehen, kommen wir erst einmal zur Band selbst.

(Pic by Bianca Wamsler)

STEEL CRUSHER gibt es seit 2016. Stilistisch zuhause sind sie im guten alten „True Metal“ der 80er Jahre, beeinflusst von Bands, wie Iron Maiden oder aber Judas Priest. Ihre Songs, aus eigener Feder stammend, handeln vom Mittelalter, Lebenserfahrungen, dem Motorradfahren oder gar Bedrohungen aus dem All – also ganz im Zeichen des Schwermetalls.

Die Band hat sich gesucht und gefunden. Den Spirit spürst du immer wieder bei ihren Live-Auftritten; die Freude an der Musik springt deutlich über. Mit Frontmann Daniel „Danu“ Wamsler, der seinerzeit schon im Süden Deutschlands als bester Sänger aus einem Wettbewerb hervorging und der bereits zusammen mit Größen, wie Kai Hansen, Tobias Sammet oder aber Chris Thompson die Bühnen teilte, konnte die Stimme der Band bestens besetzt werden. Thorsten „Todde“ Sadlutzki schöpft ebenfalls aus langjähriger Erfahrung, schreibt die Songs der Band und übernimmt außerdem den Gitarrenpart als auch die backing vocals. An lead & rhythm guitar finden wir den 2,08 Meter großen Nordmann Sven-Erik Kruse. Sven ist seit Ende 2018 bei STEEL CRUSHER und hat sich gut eingefunden im Kreise der Stahlbrecher. Hinter der Schießbude schwingt Gonne Jensen die Stöcker. Auch er durfte in der Vergangenheit bereits Größen, wie Peavy Wagner von RAGE unterstützen. Und last but not least: Eure Hoheit bringt die tiefen Töne. „Prinzi“ alias Christian Prinz zupft den Viersaiter und vollendet somit das musikalische Gesamtpaket STEEL CRUSHER.

Im hohen Norden liebt man die Band, trifft sie gerne bei heimischen Festivals, wie dem Meltown, dem Sørdfest uvm. Unlängst waren sie sogar Support von RAVEN. Was einfach fehlte, war schlicht und ergreifend die runde Rille aus dem Presswerk – und die kam jetzt. Diverse Auftritte fielen, wie auch bei anderen Bands, für STEEL CRUSHER im vergangenen Jahr aus. Trübsal blasen war jedoch keine Option und man begab sich ins hauseigene Shedrock Studio von Christian Prinz nach Husum und schuf das Werk „METAL POSSESSED“, das am 12.03.2021 sein Release feierte. Das Demo-Album ist eigenproduziert und finanzieren ließ es sich aus den Einnahmen des selbst kreierten Energy Drinks, Bier und Corona-Masken.

Nun aber zum Album: Ein solides Metal Album, Heavy Metal of the 80s, bestückt mit sechs satten Songs voller Metal Power. Spielerisch einwandfreie und geile Soloparts, gerade auch bei `Hard Rock Legend´, Nummern zum Mitsingen, wie z.B. `Knights of the night´ oder aber dem richtig guten Intro bei `True Defender´, machen das Album zu einem absolut gelungenen Erstling der STEEL CRUSHER. Die Scheibe drehte bei mir einige Tage im Player auf meinen Autofahrten und man hatte irgendwie gleich Bock geradewegs zum nächstgelegenen Festival durchzudüsen, um sich mit einem Bier in der Hand ins Gras zu fletzen und sich die Songs der Schleswig-Holsteiner Metal-Mannen live anzuhören.

Ihr bekommt die Demo-CD direkt bei STEEL CHRUSHER. Schreibt eine kurze E-Mail an Steel-Crusher@freenet.de oder schreibt die Band über die Facebook-Seite an und für schlappe 5,00 Euro zzgl. Versandkosten habt Ihr ein geiles Album.

Ich gebe dem Album der STEEL CRUSHER 9 von 10 Punkten und freue mich, das Metal-Quintett des Nordens schon bald wieder live und in Farbe zu treffen.